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Noorweje
62° 46' 0.00" N, 9° 27' 0.00" E
Noorweje auf der Euree-Karte
© Bastei Lübbe
Kontinent: Euree


Noorweje (MX 21) ist das ehemalige Norwegen. Das Land liegt im Norden von Euree und ist durch seine zerklüfteten Küsten, Fjorde und Gebirge geprägt. Lange Zeit war es unter dem Eis des nuklearen Winters verborgen. (MX 25)

Die Bewohner des Landes bezeichnet man als Norweja. (MX 92)

Beschreibung

Noorweje ist ein karges, steiniges Land, was der Legende nach auf den Willen Wudans zurückgeht. Die Küsten sind zerklüftet, und das rauhe Klima mit Nebel, Stürmen und eisigen Temperaturen macht die Gewässer vor Noorweje gefährlich. In kalten Wintern trieben Eisschollen vor der Küste, und Schiffe blieben regelmäßig im Eis stecken. (MX 25)

Im Landesinneren finden sich Nadelwälder aus Fichten, Kraterlandschaften mit rostrotem Gestein sowie Ebenen mit grünblauen Flechten. Die Tierwelt umfasst unter anderem Taratzen (mutierte, mannsgroße Ratten mit einer gewissen Intelligenz), Wildkatzen und verschiedene mutierte Fische und Schalentiere. (MX 92)

Vor den Küsten Norweejes gibt es unzählige Inseln, wie z.B. das Doggarland, Höröyaa oder Samöyaa (MX 686).

Siedlungen

Die bedeutendste Stadt Noorwejes war die Freistadt Bergen, eine Enklave freier Männer, die sich gegen die Herrschaft der Nordmänner behauptete. Bergen war eine Hafenstadt mit steinernen Mauern von mehrfacher Mannshöhe und einem Hafen, der durch Ketten und Ballistas geschützt wurde. (HC 10)

Auf der Insel Tromsoy im hohen Norden, hinter dem Nordkap zwischen Hammerfest und den Lofoten gelegen, befindet sich die Siedlung Skölnirziti, benannt nach König Skölnir Schädelspalter. Die Stadt ist von vier Meter hohen Palisaden aus angespitzten Baumstämmen umgeben und wird von einem siebenstöckigen Holzpalast auf einem Hügel überragt. (MX 92)

Weitere Orte in Noorweje sind Osloo, das ehemalige Oslo, das in steinigen Schluchten liegt, sowie die Hafenstadt Nydda im Osten, die einzige englischsprachige Ortschaft des Landes. (MX 92)

Wirtschaft

Die Wirtschaft Noorwejes stützt sich vor allem auf den Fischfang, die Schweinezucht und die Herstellung von Foydka, einem alkoholischen Getränk, das in zahlreichen Brennereien produziert wird. Noorweje liegt zudem an Handelsrouten, die den Koox-Schmuggel aus dem Südosten Eurees betreffen. (MX 92)

Geschichte

Vor der Kometenkatastrophe

Vor der Kometenkatastrophe war Norwegen ein moderner Staat im Norden Europas. In den letzten Tagen vor dem Kometeneinschlag erschütterte eine Terrorwelle ganz Skandinavien. (HC 1)

Millionen von Europäern flüchteten sich vor der Kometenkatastrophe unter anderem nach Norwegen, um sich hier in den Bergen vor den kommenden Überschwemmungen in Sicherheit zu bringen. (MX 17)

Wenige Tage vor dem Einschlag legte das russische Kreuzfahrtschiff MAXIM GORKI vor Spizborgh an. Die rund 2.000 Passagiere, überwiegend Briten, Niederländer und Deutsche, gingen an Land und wurden zu den Ahnen eines großen Teils der späteren Bevölkerung der Insel Tromsoy. (MX 92)

Eiszeit und Aufstieg der Nordmänner

Nach der Kometenkatastrophe versank Noorweje unter einer jahrhundertelangen Eiszeit. Der nukleare Winter bedeckte das Land mit Eis und Schnee. (MX 25)

In dieser Zeit bildete sich das Volk der Nordmänner heraus, kriegerische Barbaren, die sich zu einer dominanten Macht in der Region entwickelten. Ab 2307 wurde Noorweje vom Weltrat und den Nordmännern beherrscht. Alle noch bestehenden Bunker wurden aufgespürt und zerstört. (HC 2) General Crow, der damalige Kommandant der World Council Agency, hatte ein Abkommen mit den Nordmännern geschlossen. (MX 635)

Die Zerstörung der Bunker-Gemeinschaften durch die Nordmänner hatte zur Folge, dass Soldaten der WCA Überlebende aus Norwegen nach Meeraka verschleppten. (MX 639)

Die Freistadt Bergen

Die Freistadt Bergen war eine Bastion freier Männer in einem Land, das von den Nordmännern beherrscht und allmählich zugrunde gerichtet wurde. Die Stadt kämpfte seit Menschengedenken gegen die Barbarenhorden der Nordmänner, sowohl zu Land als auch auf dem Wasser. (HC 10)

Die politischen Entscheidungen in Bergen wurden von einem Thing getroffen, einem Ratsgremium aus verdienten Kriegern und Stadtvätern. In Bergen wurde man geboren, um zu kämpfen; mit der Geburt stand man in der Schuld der Stadt. (HC 10)

Schließlich fiel Bergen den Nordmännern endgültig zum Opfer. Die letzten Freimänner flohen und versprachen, wiederzukehren, sobald sie sich dazu imstande sahen. Sie vereinbarten, sich alle zwei Jahre in Konrburg zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. (HC 10)

Tromsoy

Auf der Insel Tromsoy herrscht König Skölnir Schädelspalter über etwa 3.000 Untertanen, darunter Fischer, Schweinehirten, Foydka-Brenner und rund 100 kampfbereite Soldaten. Skölnir ist kleinwüchsig, aber verschlagen und rachsüchtig. Er verfügt über eine Mutation, die ihm erlaubt, sich in eine reptilienartige Kreatur zu verwandeln. Seine Hauptstadt Skölnirziti besteht aus Holzhäusern und einem siebenstöckigen Palast. (MX 92)

Unter der Insel befindet sich ein unterirdisches Labyrinth, das auf die ehemalige NATO-Wetterstation 137 aus dem 21. Jahrhundert zurückgeht. Die Station ist über 500 Jahre nach ihrer Errichtung noch erstaunlich gut erhalten und enthält moderne Rechner, Flachbildschirme und Wohnbereiche für etwa 30 Personen. (MX 92)

Piraterie im Nordmeer

In den Gewässern vor Noorweje treiben die Flybusta ihr Unwesen, Piraten von den Meera-Inseln (auch Nebelinseln genannt), einer Gruppe von neun Inseln etwa 100 Seemeilen von Tromsoy entfernt. Die Flybusta stammen hauptsächlich von der Insel Byorn und werden von König Eisenarm (Bertyl der Siebente) regiert. (MX 92)

Der berüchtigte Pirat Ragnar Orland kommandiert den Großkatamaran STURMBRAUT mit etwa 60 Mann Besatzung. Orland ist ein ehemaliger Adliger und früherer Fähnrich unter König Eisenarm, der auf dem Kaperschiff FAFNIR unter Kapitän Thorkill Holm im Mai 2508 diente. Er ist dem Koox verfallen, einer Droge aus dem Südosten Eurees. (MX 92)

Ausdehnung der Nordmänner

Die Nordmänner beschränkten ihre Eroberungen nicht auf Noorweje. Im Jahr 2510 griffen Lokiraa-Krieger, die sich auf das Reich des Erdmeisters beriefen, mit Schiffen und Kanonen die Dreizehn Inseln im Kalten Sund an und versklavten deren Bevölkerung. (HC 24)

Aus Skandinavien brach außerdem eine Expedition mit Reenaschlitten auf, um das alte Island wiederzufinden. Sechs der Expeditionsteilnehmer verfehlten ihr Ziel und erreichten drei Jahre später die Ostküste Meerakas. Sie wurden als äußerst widerstandsfähige und kriegerische Menschen beschrieben. (HC 2)

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