Solan
Weitere Optionen
- Vorname
- Solan
- Geschlecht
- Männlich
- Augenfarbe
- grün
- Herkunft
- Subplymouth I
- Gruppierung
- Subplymouth I
- Aufenthaltsort
- Tot
- Sterbejahr
- 2516
Solan († 2516) war ein Wissenschaftler der Community Subplymouth I und arbeitete dort in der Abteilung für Außenmissionen (AfA) als User eines Trabanten. (MX 22)
Beschreibung
Solan hatte eine schmale, zerbrechlich wirkende Gestalt, kalkweiße Haut, einen farblosen Mund, ein spitzes Kinn und giftgrüne Augen. (MX 22)
Er trug einen Standardoverall aus dünnen Kunstfasern, dessen taubenblaue Grundfarbe er mittels Bultanbestrahlung orange gefärbt hatte. Die Bevölkerung von Subplymouth I hielt ihn deshalb für versponnen, entschuldigte sein Verhalten aber mit seiner Jugend. Wie viele Technos litt er seit seiner Kindheit unter Klaustrophobie. Solan gehörte zu den fünf Mitgliedern der Community, die eine kybernetische Schnittstelle besaßen: Hinter seinem rechten Ohr ragte ein wenige Millimeter langer Sender aus dem Kopf, der unmittelbar mit seiner Hirnrinde verbunden war und mit dem er Schotten, Beleuchtung und Rechner allein durch Gedanken bedienen konnte. (MX 22)
Charakterisierung
Solan war neugierig, vorlaut und geltungsbedürftig und hatte wenig Gespür dafür, wie er auf andere wirkte. Seine prahlerische Art kam bei den Sicherheitskräften der Community schlecht an. Zugleich langweilte ihn das Leben im Bunker so sehr, dass er bereitwillig gegen Dienstvorschriften verstieß, um etwas zu erleben. Dass die von ihm gesteuerten Trabanten Menschen waren, deren Willen er brach, wurde ihm erst bewusst, als Aruula ihm ihre Abscheu entgegenbrachte. (MX 22)
Geschichte
Er wurde in den 90er Jahren des 25. Jahrhunderts geboren. 2516 war er zwanzig Jahre alt und damit der Einzige seiner Generation in Subplymouth I. Die Nächstälteren hatten die vierzig bereits überschritten. (MX 22)
Der neue Trabant
Bei einer Außenmission im November 2516 lenkte Solan seinen Trabanten entgegen den Sicherheitsbestimmungen durch die bewohnten Straßen von Plymeth, weil ihm der Dienst zu eintönig war. Dort wurde der Trabant von drei Fischern angegriffen, die ihn für einen Angehörigen hielten und ihm den Neurohelm vom Kopf schlagen wollten. Der Trabant starb unter den Schlägen. (MX 22)
Kurz darauf traten Aruula und der Nosfera Navok hinzu, die vom Frauenmarkt geflohen waren. Solans Sensoren zeigten ihm die PSI-Begabung der Barbarin an. Über ihre Empfänglichkeit für Neurowellen weckte er in ihr den Wunsch, den Helm aufzusetzen, und brachte so ihren Körper unter seine Kontrolle. Aruula setzte Navok mit dem Schockstab außer Gefecht und ließ ihn gelähmt in der Sonne zurück. (MX 22)
Solan führte Aruula zum Schutzbunker unter der Fabrik von SANDOR CHEMICALS, der Community Subplymouth II, zu der der Kontakt zwei Wochen zuvor abgebrochen war. Über ihren Neurohelm griff er auf den Helix-Rechner der Anlage zu, knackte die Verschlüsselung des Projekts Lebenszeichen und überspielte die Daten in seine eigene Community. Als der Mensch-Taratzen-Hybrid Mark Stroud Aruula im Labor angriff, justierte Solan den Schockstab neu, sodass sie die Bestie töten konnte. (MX 22)
Seine Vorgesetzten Helen Askin und Franco Baccia ertappten ihn dabei und drohten ihm mit der Disziplinarjury. Helen Askin nahm ihn jedoch in Schutz und beauftragte ihn, den Trabanten an der Hauptschleuse zu empfangen. Solan hielt Aruula für seine persönliche Entdeckung und war überrascht und gekränkt, als sie ihn nach der Befreiung vom Helm wütend zurückwies. (MX 22)
Untergang von Subplymouth I und Tod
Während der Besprechung im Konferenzraum drang die Mensch-Taratze Susarrn in die Interne Zone ein und verseuchte das Belüftungssystem mit Schnupfenviren. Solan schloss sich mit Aruula in einem Nebenraum ein und öffnete auf ihre Anweisung hin die Tür zu einem angrenzenden Lagerraum. Aruula überließ ihm ihren Schutzanzug, sodass er vor den Erregern geschützt blieb. Als Susarrn im Türrahmen erschien, ließ Solan das Schott zuschnappen und zerquetschte ihr die Flanke. Navok gab der Sterbenden mit dem Flammdegen den Todesstoß. (MX 22)
Solan war der einzige Überlebende von Subplymouth I. Er behandelte Navoks Brandwunden mit einem Hautregenerator und entschied, mit den beiden an die Oberfläche zu gehen, statt allein unter den Toten zurückzubleiben. Am Rand des Ruinenviertels von Plymeth legte er Helm und Schutzanzug ab, um zum ersten und einzigen Mal Wind und Sonne zu spüren. Wenige Minuten später erlag er den Erregern der Außenluft. Aruula und Navok bestatteten ihn im Bunker und verschlossen den Zugang mit einem Steinhaufen. (MX 22)